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Geschichte der Feuerwehr - Allgemein

Das Feuer war schon immer ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens. Der Mensch musste immer darauf achten, dass er das Feuer im Herd hütete und es keinen Schaden anrichten konnte.

Schon Friedrich Schiller formulierte in seinem Lied von der Glocke:
"Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt bewacht. Doch wehe wenn die Himmelsmacht den Fesseln sich entrafft."

Die Feuerwehr ist daher aus dem Bedürfnis der Menschen entstanden, Schäden die durch Feuer entstehen zu vermindern bzw. zu verhindern.

Bereits die alten Ägypter hatten die ersten organisierten Feuerlöscheinheiten. Im Römischen Reich entstanden Millionenstädte wie Rom. Die Häuser waren meist mehrstöckig und standen sehr eng beieinander, auch die Gassen waren sehr eng. Vielfach wurden hölzerne An- und Vorbauten an den Häusern errichtet. Etliche Male vernichteten Feuersbrünste ganze Stadtteile von Rom. Im Jahr 21. v. Chr. wurde eine erste Feuerwehr mit 600 Sklaven gegründet.

Schon im Mittelalter waren die Gemeinden verpflichtet, den Brandschutz aufzubauen. So wurden zuerst die Innungen und Zünfte dazu verpflichtet im Notfall einzugreifen. Da sehr viele Gebäude Fachwerkbauten aus Holz waren und oft innerhalb der Stadtmauern auf engstem Raum errichtet wurden, kamen Großbrände, bei denen ganze Stadtviertel abbrannten, sehr oft vor.

Es wurden auch erstmals Feuerknechte in den Feuerlöschverordnungen verankert, so dass von den ersten Berufsfeuerwehren gesprochen werden kann.

Die feuerwehtechnische Ausrüstung war in der vorindustriellen Zeit auf einfache Hilfsmittel wie Eimer, Leitern oder Einreißhaken beschränkt. Im 17. Jahrhundert wurde der Schlauch erfunden, der zuerst aus genähtem Leder angefertigt wurde, später wurde das Leder vernietet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden noch Handpumpen, so genannte Feuerspritzen verwendet, die von den Pferden oder der Löschmannschaft an die Einsatzstelle gezogen wurden. Mit der Erfindung des Verbrennungsmotors verbesserte sich auch die Ausrüstung der Feuerwehren erheblich.: Motorspritzen und selbstfahrende Feuerwehrfahrzeuge erhöhten die Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches.

In den USA wurden erst Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten, privatwirtschaftlich organisierten, Berufsfeuerwehren gegründet. Teilweise wurden nur Häuser, die die Plakette eines solchen Unternehmens trugen gelöscht. Quelle: wikipedia.de

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Denkingen

Über die wohl älteste Erwähnung des Feuerlöschwesens in Denkingen gibt es nur eine mündliche Überlieferung. Sie besagt, das Pfarrhaus habe an einem Sonntag des Jahres 1756 während des Hauptgottesdienstes gebrannt. Da die meisten Einwohner in der Kirche gewesen seien, habe auch nichts gerettet werden können. Diese Darstellung wird aber durch das erhaltene Untersuchungsprotokoll widerlegt. Die Tochter des Schulmeisters erzählte dem Obervogt und seinem Kanzleivorsteher, dass von ihrem Haus das Feuer zuerst wahrgenommen worden sei. Beim Warten auf das Zusammenläuten habe sie gesehen, wie über dem hinteren Giebel des Pfarrhofs Rauch unter den Ziegeln hervorgedrungen ist. Die Nachtwächter des Pfarrhauses gaben an, zur Zeit der Frühmesse sei alles noch in Ordnung gewesen. Erst kur vor dem Kirchenbeginn hätten sie im Pfarrhof bemerkt, dass es in der Scheuer schon lichterloh brannte, so dass sie es nicht mehr wagen konnten, in den hinteren Stall zu gehen. Zu einem Ergebnis führte die Untersuchung nicht, es gab aber allerlei Spekulationen, zumal es kurz zuvor im Pfarrhaus schon zweimal gebrannt hatte. Offenbar war der Pfarrer auch nicht sehr beliebt. Dies zu Einstimmung. Tatsache ist aber, dass das Feuerlöschwesen in Denkingen schon sehr früh geregelt wurde. Die wohl älteste Lokalfeuerlöschordnung des Ortes dürfte aus dem Jahr 1842 stammen. Sie bestimmte präzise was in den Brandfällen zu tun war tun wer welche Aufgaben zu erledigen hatte. Aber totz aller Festlegungen ließ die Brandbekämpfung vielfach zu wünschen übrig. Es fehlte an der notwendigen Ausbildung und teilweise auch an der Einstellung zum Feuerlöschdienst. 1880 wurde deswegen die Pflichtfeuerwehr geschaffen. Alle Männer vom 18. bis zum 50. Lebensjahr waren nunmehr zum Feuerwehrdienst verpflichtet. Auch Mädchen sind zum Wassertragen eingeteilt worden. Die Wehr wurde besser ausgerüstet, die Ausbildung erhielt einen hohen Stellenwert. So nahmen an einer Übung an der Kaplaneischeuer im Mai 1889 sämtliche Züge mit 107 Mann teil. 1913 hatte die Wehr sechs Züge und insgesamt 155 Mitglieder. 1925 gab es noch vier Züge mit 102 Feuerwehrleuten. Mit zunehmender Verbesserung der Feuerlöschgeräte wurde der Bedarf an Einsatzkräften immer geringer.

Zu Beginn der 30er-Jahre bahnte sich deshalb ganz allgemein eine Änderung bei den Feuerwehren an. Zwar beschloss der Gemeinderat von Denkingen in den Jahren 1930 und 1933 von der Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr vorerst abzusehen. Erst auf Druck des Ortsvorstehers und vor allem des damaligen Kreisfeuerlöschinspektors Sulzer fand im April 1935 die Umwandlung von der Pflichtfeuerwehr in die Freiwillige Feuerwehr statt. Alllerdings, und dies darf auch gesagt werden, ohne Begeisterung der Wehrmänner und der Bürger, denn diejenigen, die nicht in der Feuerwehr dienen wollten, mussten nunmehr eine Feuerwehrabgabe bezahlen. Und dies tat weh, trotzdem war es nicht einfach, die Sollstärke von 35 Mann zu erreichen. Der damaligen Zeit entsprechend wurde die Wehr militärisch organisiert und im Grunde genommen dem Polizeirecht unterstellt. Die praktische Ausbildung an den Geräten ist mit Marschübungen und Exerzieren verbunden worden. Dieser Epoche setzte die Zeint nach dem Zweiten Weltkrieg ein Ende. Die Feuerwehr wurde teilweise verboten und in ihrer Tätigkeit eingeschränkt. Erst Ende des Jahres 1947 wurde wieder ein normaler Übungsdienst unter der Obhut der Gemeinde zugelassen. Von nun an ging es stetig aufwärts, die Wehr erhielt eine ordentliche Ausstattung, die Wehrmänner probten alle zwei Wochen und erarbeiteten so ihr Können zum Schutz der Bewohner. Der einsetzenden Industrialisierung und der wachsenden Ortsbebauung musste sich auch die Feuerwehr stellen. Hinzu kamen die Risiken des zunehmenden Kraftfahrverkehrs. Es galt die Ausbildung zu erweitern und die technische Ausstattung zu verbessern. Ihren guten Ausbildungsstand bewiesen die Wehrmänner bei Leistungswettkämpfen, bei denen sie die Leistungsspangen in Bronze und Silber holten. 1964 erhielt die Wehr ihr erstes Fahrzeug, 1979 folgte dann das Löschfahrzeug LF8.

Dies wurde 2005, also nach 26 Jahren, durch ein neues LF8/6 ergänzt. Immer wieder wurde die Wehr zu Brandbekämpfungen gerufen, so beispielsweise auch beim Brand des Gasthauses "Rose" im Jahr 1993, als der Besitzer in letzter Minute gerettet werden konnte. Aber auch Waldbrände und Hochwassereinsätze stehen auf der Einsatzliste. Nach wechselhaften Unterkünften, teilweise auch in der Kaplaneischeuer, hatte die Wehr nahezu 30 Jahre ihr Magazin in der Gartenstraße. Im Jahr 2008 konnte die Wehr bei einem großen Einweihungsfest ihr neues Magazin am Ortsausgang Richtung Gosheim/Frittlingen beziehen.

Weitere Mannschaftsfotos von jetzt und früher gibt es hier.

Quelle: "Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr" Geschichtsverein f. den Landkreis Tuttlingen

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